Der Zillertaler Granat - als zarte Praline

 Entwicklung

des Granaten

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Im Jahr 1994 beschloss sich Carl-Peter Kostner eine Praline zu kreieren die einzigartig zillertalerisch ist. Das erreichte er mit der speziellen Form: Des Granaten (Almandin - Rhombendodekaeder mit Trapezoederflächen). Seit der Entwicklung hat sich einiges geändert, vorallem hat ein Generationswechsel stattgefunden.

Peter Kostner beschloss sich 2021 den Granaten noch zu verfeinern und veredeln. Man könnte sagen er gab der Praline noch einen zeitgemäßen Feinschliff.

Im Jahr 2022, nach einem Jahr Entwicklungsarbeit ist es endlich soweit. Das Originalrezept ist immer noch das Herzstück der Praline, jedoch ist der Mandelnougat und die Zarbitterkuvertüre sind noch zarter und von noch höherer Qualität.

Der Granat ist das ganze Jahr im Geschäft erhältlich und in den Wintermonaten auch im Onlineshop.

Die Geschichte des

edelsteines Granat

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Granaten (Karfunkelsteine aus der Sage) wurden im Zillertal (Gunggl, Stillup, Nähe Berliner Hütte)  von berufsmäßig tätigen »Steinklaubern« abgebaut. Am Rossrücken entdeckte um 1745 Andrä Kreidl, ein Bauer aus Hollenzen, schöne Granatkristalle. Er konnte diese bis ca. 1770 als Feuersteine verkaufen. (1747 erwarb er vom Ärar das Schürfrecht für dieses Gebiet). Dies änderte sich, als sein

Sohn Jakob von den Granatschleifereien in Böhmen erfuhr. Der Handel dürfte sehr gut floriert haben, da am Fuße des Waxeggletschers bald eine Granatmühle errichtet wurde. Die Familie Kreidl arbeitete teilweise mit 18 Mann, die den weichen, granat- führenden Schiefer aus der Felswand heraussprengten, sortierten und auf so genannten »Schloapfen« entlang der - Gletscherzunge zur Granathütte zerrten. Dort wurden die Granatkristalle vom Muttergestein entfernt und mittels Wasserrad vom anhaftenden Schiefer befreit.

Kristalle ohne Einschlüsse und Sprünge werden noch immer geschliffen und gehören zur stilvollen Tracht der Zillertalerin.

Wir haben diesen „Karfunkelstein“ versüßt. Daraus entstand eine zartschmelzende Pralinenspezialität aus Johannisbeermarzipan, zarten Mandelnougat umhüllt von dunkler Kuvertüre.

Diese regionale Spezialität wird gerne von Einheimischen als Geschenk, oder von Gästen als exklusives Mitbringsel gekauft.

Artikel über unsere Praline

vom juni 2015

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Zart schmelzendes Mandelnougat in Kombination mit Johannisbeermarzipan: Der Zillertaler Granat – auch Zillertaler Mozartkugel genannt – ist ein Souvenier, das man bestimmt nicht verstauben lässt. Seit über 21 Jahren wird die Praline im Traditionscafe Kostner in Mayrhofen hergestellt. Wir besuchen die Geburtsstätte der Zillertaler Granaten.

Zillertaler Granat versus Salzburger Mozartkugel

Schon seit 1933 ist die Bäckerei Cafe Kostner in Mayrhofen in Familienbesitz. Karl Kostner erweiterte den Betrieb um die Konditorei und das Cafè, Carl-Peter Kostner übernahm von seinem Vater nicht nur das Haus, sondern auch die Leidenschaft für die Backwaren. Der kreative Bäckermeister und Konditormeister ist bekannt für seine außergewöhnlichen Kreationen und einzigartigen Süßigkeiten. Immer wieder werden neue Spezialitäten kreiert, wie vor 21 Jahren, als der Zillertaler Granat entstand. „Mein Ziel war ein Pendant zur Salzburger Mozartkugel zu kreieren. Natürlich mit Produkten, die zum Zillertal passen.“, verrät Carl Peter Kostner über die Praline aus Tirol.

Füllung der Praline überzeugt Kunden

Der Name Zillertaler Granat fiel Carl Peter Kostner spontan ein: „Zillertal, damit man weiß wo die Praline herkommt und Granat, weil das Tal bekannt für die schönen roten Kristalle aus dem edler Trachtenschmuck hergestellt wird, ist.“ Gemeinsam mit einem Granatenspezialisten ließ er die richtige Form schleifen und mit seiner Familie entwickelte er die einmalige Füllung. „Wir entschieden uns für eine Füllung aus Mandelnougat und Johannisbeermarzipan umhüllt von feiner Zartbitterschokolade. Die Ribisel, so heißen die Johannisbeeren im Zillertal, sind typisch für das Tal und das macht die Praline so einzigartig“, macht Carl Peter Kostner Lust auf mehr.

Schachteln im Zillertal-Style

Nicht nur die Praline an sich, sondern auch die Verpackung ist dem Zillertal angepasst. „Die Schachtel ist rot – wie der Zillertaler Granat. Darauf befindet sich das Portrait eines Zillertalers mit dem Zillertaler Lodenjanker schwarzer Krawatte und dem unverwechselbaren Zillertaler Trachtenhut.“, informiert der Konditor. Seit die Praline 1994 auf der Zillertaler Messe vorgestellt wurde, gewinnt sie immer mehr an Bekanntheit.

Von Mayrhofen bis nach Neuseeland

Jährlich laufen rund 20.000 Stück über den Ladentisch. Nicht nur Einheimische, auch Touristen wissen die Zillertaler Mozartkugel zu schätzen. Oft finden Gäste die Praline im Zimmer ihrer Unterkunft als Betthupferl vor. Doch auch online boomt das Geschäft mit dem Zillertaler Granat. „Der weiteste Weg, den unsere Pralinen zurückgelegt haben, war nach Amerika und Neuseeland.“, erzählt Carl Peter Kostner stolz. „Aber auch viele aus dem Ort wie zum Beispiel unser Nachbar sind schon süchtig nach der Zillertaler Mozartkugel und holen sich regelmäßig Nachschub.“

Praline wird von Hand gefertigt

Im Familienbetrieb, der bald an die vierte Generation übergeben wird, setzt man vor allem auf hochwertige Ernährung, 100 Prozent biologische Werte und besten Geschmack. Das alles findet sich im Zillertaler Granat wieder. „Wir wissen, wo unsere Produkte herkommen und stellen fast alles per Handarbeit her – von der Füllung bis zum Einpacken. Es gibt bei uns nur ein hilfreiches Gerät das das befüllen der Zillertaler Mozartkugel erleichtert, alles andere fertigen unsere Mitarbeiter an.“, erklärt der Konditor.

Zillertaler Praline als „Tirol Sweet“

In Carl Peter Kostners Konditorei hat der Zillertaler Granat schon längst die Salzburger Mozartkugel abgelöst. Und noch etwas macht den Bäckermeister stolz: Vor einiger Zeit übergab ihm der Kollege – Hermann Brunner aus Kufstein – sein Lebenswerk: die „Tirol Sweets“. Unter dem Namen verkauft Carl Peter Kostner nun neben den Andreas Hofer Gulden, Tiroler Knödeln und den Kufsteiner Taler auch den Zillertaler und den Zillertaler Granat.

Vierte Generation am Start

Auf die Frage, ob denn der Konditor selbst auch noch ab und an Zillertaler Granate verköstigt, kam eine prompte Antwort: „Der Erzeuger muss seine Produkte doch am liebsten haben, ansonsten ist er falsch am Platz. Ich muss eher aufpassen, dass ich nicht zu viel erwische.“, grinst Carl Peter Kostner, der die Unterstützung seiner Familie sehr schätzt. Von seinen sechs Kindern legte bereits ein Sohn die Meisterprüfung ab, der zweite steht kurz vor dem Abschluss der Konditorlehre. „Schön, dass ich die Leidenschaft mit meiner Familie teilen kann. Es ist auch ein gutes Gefühl, dass die Nachfolge gesichert ist. Die vierte Generation steht schon in den Startlöchern.“, sagt der Bäckermeister abschließend und beißt genussvoll in die Zillertaler Praline.